Yoga ist wesentlich mehr als den Körper zu verbiegen, zu atmen oder OM zu singen. Auch wenn das natürlich Aspekte von Yoga sind. Yoga beinhaltet Körperarbeit, Training des Geistes und der Atmung. Darüber hinaus ist es Philosophie und Lebensschule. Es kann aber auch einfach nur ein nettes Hobby sein. Jeder darf selber entscheiden wie tief er in dieses allumfassende System eintauchen möchte. 

Teilnehmer kommen aus unterschiedlichsten Gründen zu einem Yogakurs. Einige suchen Entspannung und Ausgleich zu ihrem stressigen Alltag. Andere treiben Rückenschmerzen oder andere körperliche Probleme in die erste Yogastunde. Manche kommen aus Neugier oder auf der Suche nach einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung. Wieder andere führt eine Art Sinnsuche und philosophische Fragen zum Yoga. Dieser Umfang an verschiedene Gründen spiegelt sehr gut die Möglichkeiten wider, die eine Yogapraxis bietet. 

Yoga ermöglicht und erhält eine lebendige Balance auf allen Ebenen des menschlichen Daseins. Diese Balance bedeutet, dass der Körper gesund bleibt, sich leicht anfühlt, aufgerichtet und kräftigt ist. Der Körper erfährt eine Ausgewogenheit von Stärke und Flexibilität, die ihm mit Leichtigkeit durch den Alltag trägt. Die Balance im Geist bildet die Grundlage für mentale Aktivität und Konzentration. Dies führt zur Fähigkeit Aufgaben leichter zu bewältigen und Neues gerne lernen zu wollen. Die Balance im Umgang mit anderen Menschen ermöglicht mehr Harmonie, Ausgeglichenheit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit.

Balance ist wichtig in unseren Leben. Denn alles was einen aus dieser Art von Gleichgewicht führt, verursacht Chaos und Stress. 

Yoga klingt also fast wie eine „Wunderpille“, die gegen alle möglichen Probleme helfen kann. Vielleicht tut es das auch. Das Spannende daran ist, dass jeder dieses Experiment wagen kann. 

Mit dem Start der Yogapraxis beginnt oft eine Entwicklung, die der Anfänger vorher gar nicht für möglich gehalten hat. Es kann sehr aufregend sein, diese Veränderungen zu beobachten. Natürlich gibt es auch Regeln beziehungsweise Empfehlungen für die Praxis. Diese „Wunderpille“ muss regelmäßig eingenommen werden. Ein sehr alter Yogatext sagt: „Übe mit Beharrlichkeit und Gelassenheit und du wirst dein Ziel erreichen.“ Also ist der erste Schritt, mit der Praxis zu beginnen und der zweite Schritt ist, beharrlich und gelassen bei der Praxis zu bleiben. 

Also beginne einfach, gehe den ersten Schritt und lass es fließen! Alles weitere wird sich ergeben!

Werfen wir noch eine kleinen theoretischen Blick in die Welt des Yogas.

Das Wort „Yoga“ stammt aus der uralten Sprache Sanskrit und bedeutet Einheit und Harmonie. 

Die Ursprünge des Yoga reichen mehrere tausend Jahre zurück und werden häufig auf die Zeit 3000 v.Chr. datiert. Stellen wir uns vor der Mensch hat eine Art Einheitserfahrung gemacht oder einfacher gesagt, er fühlt sich aus irgendeinen Grund sehr glücklich und ausgeglichen. Da ist es doch leicht verständlich, dass dieser Mensch bestrebt ist, diesen Zustand von Wonne und Glück zu erhalten oder ihn immer wieder erreichen möchte. Solche Glücksmomente und die sich daraus ergebenden Fragen haben nicht nur Menschen unserer Zeit, sondern betraf schon die Menschheit vor 5000 Jahren. Diese Suche und die Fragen nach den Ursachen und den Möglichkeiten für Harmonie und Einheitserfahrungen bildete wahrscheinlich die Wiege des Yoga. Über diesen unglaublich langen Zeitraum von 5000 Jahren entstand Yoga und entwickelt sich bis heute weiter. Dieser Entwicklungsprozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Yoga ist ein lebendiges System und im ständigen Wandel, neue Erkenntnisse fließen ein und bereichern das Yoga. Was jedoch über diese lange Zeit gleich geblieben ist, wird als Essenz des Yogas bezeichnet, nämlich das Gefühl von Einheit, Harmonie und Wonne. Die Wege zu diesem Zustand sind sehr vielfältig.

Der heute bekannteste Weg wird als Hatha Yoga bezeichnet. Hatha Yoga fundiert auf fünf Säulen. Die Körperhaltungen (Asana) sind nur ein Teil davon. Daneben beschäftigt sich der Hatha Yogi mit richtiger Entspannung (Savasana), richtiger Atmung (Pranayama), richtiger Ernährung und Meditation. Das stark körperorientierte Hatha Yoga ist der jüngste Teil des gesamten Yogasystems und lässt seinen Beginn auf das 16. Jh. zurück datieren. Allerdings sind die heute geübten Körperhaltung sehr viel jünger und wahrscheinlich im letzten Jahrhundert entstanden.

Andere Yogawege lassen sich viel weiter zurück datieren. So beschreibt zum Beispiel Jnana Yoga einen philosophischen Weg, der sich mit Fragen nach dem Sinn und der Art eines guten Lebens beschäftigt. Raja Yoga übt den Geist durch Konzentration und Meditation. Im Karma Yoga und im Bhakti Yoga beschäftigt sich der Übende mit der Wirkung seiner Handlung und der Hingabe an seine Aufgaben oder dem Höheren, dem alles Sein zu Grunde liegt.

Alle Wege werden mit der richtigen Einstellung zum Ziel führen.

Welchen Weg Du gehen möchtest, kannst Du individuell entscheiden. Welche Aspekte des Yoga in Dein Üben einfließen, wird sich automatisch entwickeln und im Laufe der Zeit sicherlich verändern.

Wichtig und entscheidend an der Praxis sind, unter anderen, Beharrlichkeit und Gelassenheit.

 

Meine Yogastunden:

In Wiesenena üben wir jeden Montag von 20:00 - 21:30 Uhr im Saal.

 

In Merseburg findet der Yoga Unterricht am Dienstag 18:00 -19:30 Uhr und 19:45 - 21:15 Uhr in der König-Heinrich-Straße 11 statt.

Sollte für dich dieser Termin in Merseburg nicht passen, kannst Du dich im Gesundheitsstudio Carpe Diem Merseburg für die Yoga-Kurse am Donnerstag anmelden. Die Zeiten dafür sind 10:15 - 11:45, 16:30 - 18:00 und 18:15 - 19:45.

In Halle kannst Du am Mittwoch in die Großen Wallstraße 47 zu zwei Yoga Kursen kommen. Die Zeiten hier sind 18:00 -19:30 Uhr und 19:45 - 21:15 Uhr.

 

Bis bald auf der Yogamatte!

Namaste

Tino Unthan

 

 

 

 

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